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Kurzbericht zum bilingualen Modul im Fach Sport

Versuchsreihe mit 5 Doppelstunden in der Klasse 7f im März und April 2009 Sportart: Basketball

Die Voraussetzungen für die Erprobung einer bilingualen Unterrichtsreihe im Fach Sport waren in dieser Klasse besonders günstig. Im Herbst des Schuljahres 2006/2007 habe ich die neue Sportklasse 5f als Klassenleiter übernommen und sogar drei Jahre lang die Klasse in dieser Funktion betreut und gleichzeitig die Fächer Englisch und Sport unterrichtet. Bemerkung: Durch die Umstellung von G9 auf G8 gab es zum ersten Mal eine 3-jährige Betreuung aller Klassen dieser Jahrgangsstufe durch die Lehrerteams.

Gewisse Vorteile für eine solche Versuchsreihe durch diese neue Lernsituation waren deutlich zu erkennen:

  1. Als Englischlehrer verfügte ich über genaue Kenntnisse in Bezug auf den Wissensstand bzw. Wortschatz der Schülerinnen und Schüler.
  2. Meine Erfahrungen als Sportlehrer haben gezeigt, dass die Sportklasse 7f nicht nur eine sehr homogene Lerngruppe im Fach Sport sei, sondern auch sehr lern- und begeisterungsfähig.
  3. Die Klasse hat auch bereits positive Erfahrungen mit der Sportart Basketball in den Jahrgangsstufen 5 und 6 gemacht.
  4. Darüber hinaus ist Englisch ohnehin die internationale Sprache des Basketballsports, und viele Schülerinnen und Schüler brachten bereits Vorkenntnisse aus den Medien mit.

Insgesamt wurden 5 Doppelstunden im 1. Quartal des 2. Halbjahres 2008/2009 in englischer Sprache im Fach Sport unterrichtet. Für die Jahrgangsstufe 7 schreibt der schulinterner Lehrplan folgende Sportarten in diesem Quartal vor: Turnen als Schwerpunktsportart und Basketball/Handball als Nebensportarten. Da alle Sportklassen vier Sportstunden im Wochenplan haben (im Vergleich zu 3 in den übrigen Klassen), entsprach die Anzahl der Unterrichtsstunden in dieser Reihe den zeitlichen Angaben im Lehrplan. Besonders günstig für die Durchführung der Unterrichtsreihe war die Tatsache, dass fast immer zwei Turnhallen der Klasse zur Verfügung standen.

Die sprachlichen Ziele des Unterrichts standen natürlich hier mit im Vordergrund. Sie beschränkten sich allerdings auf zwei wichtige Bereiche: Hörverständnis und Vokabelarbeit. Nur in der ersten Doppelstunde war eine intensivere Vokabeleinführung mit Tafelarbeit notwendig, denn die meisten Begriffe und Erklärungen konnten leicht durch das gleichzeitige Vorführen im Unterricht vermittelt bzw. untermauert werden.

Die Hauptziele der Reihe aus der Perspektive des Sportunterrichts lagen im Bereich der Sportspiele:

  1. Spielen in und mit Regelstrukturen,
  2. Verbesserung der Technik und Taktik,
  3. Miniturnier STREETBALL organisieren und durchführen, u.a. um das soziale Verhalten in der Klasse zu verbessern,
  4. Verbesserung der allgemeinen Kondition durch verschiedene Übungsformen.

Kurz zusammengefasst gab es folgende Unterrichtsinhalte in den einzelnen Unterrichtsstunden:

  1. Doppelstunde: Vorstellung der Unterrichtsreihe, Einführung wichtige Vokabeln in Bezug auf das Spielfeld, Regelkunde und Technik / Wiederholung bekannter Übungen aus den Jahrgangsstufen 5/6 in englischer Sprache, insbesondere Festigung von Grundschulbewegungen,
  2. Doppelstunde: Einführung einer Komplexübung als Wiederholung einzelner Techniken aus der 1. Doppelst. / Wiederholung und Einführung des Korblegers (rhythmisches Dribbeln) und des Wurfs (Standwurf, Sprungwurf) / Wurfwettbewerb,
  3. Doppelstunde: Einführung taktischer Maßnahmen beim Spiel 2x2 (Gruppentaktik), insbesondere "give and go" + "pick and roll",
  4. Doppelstunde: Fortsetzung des Wurftrainings in Kleingruppen / Wettbewerb in eigener Verantwortung (gegenseitige Kontrolle) / Festlegung der Regeln für das STREETBALL Turnier / Probespiele,
  5. Doppelstunde: Durchführung eines STREETBALL Turniers mit gemischten Mannschaften und mit dem Schwerpunkt FAIR PLAY.

Insgesamt gab es viele positive Äußerungen zum biligualen Unterricht in dieser Modulform, sowohl von Schülerinnen und Schülern wie auch von einigen Eltern. Die jungen Menschen waren ein wenig stolz, dass sie nach anfänglicher Nervosität die Anweisungen verstehen und umsetzen konnten. Auch Verständnisfragen haben sie in der Regel in englischer Sprache gestellt. Das Fazit kann uns nur dazu ermuntern, weitere Module dieser Art anzubieten, damit der Unterricht auch in nicht bilingualen Klassen sprachlich interessanter, anspruchsvoller und schließlich wertvoller gestaltet werden kann.

ECK