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Unterricht am LLG

Projekttag Gewaltprävention: 'Stark im Konflikt'

Ein Bericht von Luisa Pfeiffenschneider, Klasse 8d

Es geht auch ohne Gewalt

Gewalt an Schulen, ein sehr häufig behandeltes Thema, das den Schülern bereits in verschiedenster Weise nahegebracht wurde.

Dies war auch das Thema des Schülertrainings "Stark im Konflikt" (Steimel-Menschner-Projekte), welches von fünf Schauspielern und Schauspielerinnen mittleren Alters durchgeführt wurde.

Inszeniert wurden Szenen, in denen sich so manch einer selbst wiederfand. Sie handelten von verschiedensten Arten der Gewalt, zum einen der körperlichen, aber auch der Ignoranz und Verachtung als einer Form der Gewalt, wie auch der Flucht in die visuelle Welt des Computers und insbesondere der Macht über andere durch verschiedenste Mittel.

Während anfangs nur kleine Auseinandersetzungen zwischen den Jugendlichen einer Schulklasse gespielt wurden, artete die Situation immer mehr aus und eskalierte schließlich in einer Schlägerei, die tödlich endete.

Die Aufführung fand stürmischen Beifall und wurde von nicht wenigen 'Ahs' und 'Ohs' von seiten der Schüler begleitet.

Die meisten waren positiv überrascht, hatten sie doch hinter dem Wort 'Gewalt' einen langweiligen Vortrag darüber vermutet, was sie tun bzw. nicht tun sollten, um der Gewalt aus dem Weg zu gehen.

Doch wegen der professionellen Darstellung des Stückes und der hautnahen Inszenierung in der Turnhalle ging es einem sehr unter die Haut und ließ vielleicht doch den Einen oder Anderen über sein oder das Verhalten eines Anderen nachdenken. Denn Ziel des Stückes war nicht direkt, den Schülern zu zeigen, dass sie keine Gewalt ausüben sollten, sondern dass sie die Gewalt anderer stoppen, aber auch sich selber gegen sie wehren können, ohne dass es lächerlich rüberkommt. Außerdem - und dies stellte sich als gar nicht so einfach heraus - sollte man dafür sensibilisiert werden, Gewalt überhaupt zu erkennen. So lernten die Jugendlichen im Alter von 12 bis 13 beispielsweise, dass Lästern hinter dem Rücken anderer ebenso eine Form der Gewalt ist wie auch jemanden zu ignorieren.

Im Anschluss an das Theaterstück begleitete jeder der Schauspieler eine der sechs Klassen der Stufe 7 in ihren Klassenraum und erzählte zum Teil aus seinen eigenen Erfahrungen, ließ zum Teil jedoch einen Schüler erzählen. Um das Ganze aufzulockern und verständlich zu erklären, mussten die Schüler durch verschiedene Übungen, die meist mit Improvisation zu tun hatten, Situationen darstellen, z. B. wie sie einen Streit lösen können und sich für ein Gewaltopfer einsetzen und nicht einfach wegschauen. Interessant waren außerdem die Übungen, in denen die Jugendlichen verschiedenste Formen von Mobbing nachstellen mussten, wodurch die Ernsthaftigkeit mancher Situationen verdeutlicht wurde.

Alles in allem war der Tag ein sehr interessantes, aber auch fesselndes Erlebnis, das 'so manch einem die Augen geöffnet hat', bestätigte eine Schülerin.

mZMK

Interessanter Link:

  1. [Steimel-Menschner-Projekt]

[1] http://www.theater-projekte.de/