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Deutsch-Unterricht am LLG
Wir sind dabei: "Junge Bilder vom Alter"
WIR im Freien-Werkstatt-Theater Köln
Bericht von Jana Müller, Klasse 6d
Jetzt im Nachhinein kann ich sagen: "Ja, WIR waren im FWT-Köln." Und damit meine ich nicht nur WIR, die Klasse 6d, sondern WIR, die Klasse 6d und die Menschen, die im Altentheater des Freien-Werkstatt-Theaters schauspielern. Dieses "WIR" wurde am Tag unseres Besuches, dem 15. Mai 2008, nämlich tatsächlich groß geschrieben. Aber bis zu dieser Erkenntnis sollte die 6d noch einen mehrstündigen Weg vor sich haben.
Der Tag am Theater begann mit einer freundlichen Begrüßung durch den Theaterleiter Dieter Scholz und die für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Dunja Weissenborn. Sie war es dann auch, die uns durch das Theaterhaus führte, das übrigens in früheren Zeiten schon einer Schokoladen- und Hutfabrik sowie einer Bananenreiferei als Gebäude gedient hatte. In den Vorführräumen wurden uns dann von einem Lichttechniker die verschiedenen Lichtstimmungen erklärt. Besonders der Unterschied zwischen der komplett schwarz gestrichenen Blackbox und dem völlig weiß gestrichenen Bühnenraum hat uns alle sehr beeindruckt. Auch dass man mit der Wattzahl der beiden riesigen Theaterscheinwerfer locker eine ganze Wohnung beleuchten könnte, war sehr überraschend für uns.
Doch jetzt kamen wir zum Höhepunkt unseres Besuches: Das Vorspiel der extra für uns ausgewählten Szenen aus dem Stück "Wir, die Alten !" des Altentheaters. Dabei wurden witzige Elemente,wie z.B. eine Reihe von eher negativen Tätigkeiten der Alten (ständiges Meckern, übertriebene Neugier, der typische "Kaffeeklatsch", etc.), mit ernsten Themen gemischt, was dazu führte, dass es uns keinen Augenblick lang langweilig war. Als die Aufführung dann vorbei war, setzten sich die Alten, zu unserer großen Überraschung, einfach zu uns und fingen munter an mit uns zu plaudern. Wir begannen nun eine Gesprächsrunde und tauschten die Eindrücke und Meinungen aus, die das Stück hinterlassen hatte aus. Aber sogar hier wurden wir aktiv mit eingebunden. Wir sollten unter anderem auch eine Reihe von typischen Tätigkeiten der Jugend darstellen. Uns fielen neben Shoppen, Handy- und PC-Sucht auch noch Rauchen, Saufen und Schminken ein. Schminken war übrigens die einzige Tätigkeit, die in beiden Darstellungen vorkam. Und da waren wir nun: Bei unserem groß geschriebenen "WIR".
Nach der zwanzigminütigen Mittagspause wurden wir dann in Gruppen aufgeteilt. Die eine Hälfte ging mit Dieter Scholz und die andere mit Ingrid Berzau, die ebenfalls Leiterin des Theaters ist. Zuerst stellten wir uns gegenüber auf. Erst Alt und Jung getrennt. Doch durch Theaterübungen wie z. B. Begrüßen oder Betrachten seines Gegenübers kamen sich die Generationen immer näher, bis sie schließlich komplett vermischt waren. Wir fanden uns in den Gruppen noch einmal zu generationsübergreifenden Kleingruppen zusammen und studierten kleine Szenen ein, die davon handeln sollten, was Alt und Jung gemeinsam machen können bzw. was für Probleme es zwischen Alt und Jung im Alltag geben kann und wie man sie mit einfachen Mitteln lösen kann. Während eine Gruppe den Streitpunkt "Zu lautes Spielen" wählte, entschied sich eine weitere Gruppe für die komplizierte Wahl eines Ausflugsziels für den Familienausflug. Nachdem wir dann mit vielen Erfahrungen und Informationen ausgestattet das Theater verließen, waren alle gut gelaunt. WIR hatten definitiv einen tollen Tag gehabt.
[Projekttag-Beschreibung
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des Freien Werkstatt-Theaters Köln
Weitere Informationen unter www.jungebildervomalter.de
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