Bau eines selbstständigen Hoverkrafts
Projektarbeit im Rahmen des Technikunterrichts von Robin Müller, Benjamin Seelig und Patrick NetzerIm Zuge unserer Projektarbeit im Technikunterricht der Stufe 13, haben wir uns dazu entschieden ein „selbstständiges“ Hovercraft zu bauen. Es soll sich ohne fremde Eingriffe auf eine Lichtquelle zubewegen und dann in einem unbeschränkten Zeitraum in deren Nähe weiterfahren. Dazu ist eine automatisierte Steuerung notwendig, die wir mit „Siemens LOGO!“ realisieren werden.
Ein Hovercraft ist ein Fahrzeug, das auf einem durch Überdruck erzeugten Luftkissen schwebt. Dieses Grundkonzept ist im Vergleich zu beispielsweise einem Fahrzeug mit Rädern relativ komplex, weshalb einige theoretische Überlegungen zur Auslegung unseres Fahrzeugs gemacht werden müssen. Für den Antrieb in horizontaler Richtung sollen die Computer-Lüfter verwendet werden, die ursprünglich für das Luftkissengebläse gedacht waren und deshalb nicht weiter gesucht werden mussten. Da diese Lüfter nach wie vor nur einen geringen Druck erzeugen, ist ihre Antriebsleistung sehr gering. Dieser scheinbare Nachteil ist von uns jedoch ausdrücklich gewünscht, da das Hovercraft so keine hohe Geschwindigkeit erreicht und deshalb das Gleiten nach Abschalten des Antriebs besser kontrollierbar bleibt. Bei hohen Geschwindigkeiten wäre vor allem die Wahrscheinlichkeit einer schweren Beschädigung unseres Hovercrafts im Fall einer Kollision sehr viel höher, als bei einer niedrigen Geschwindigkeit. Da wir beim Testen unserer Steuerung nach Möglichkeit nicht mehrere Hovercrafts „verschleißen“ möchten, ist also eine niedrige Geschwindigkeit sehr wichtig. Das letzte zentrale Bauteil, das uns nun noch fehlte, war die aufliegende Fläche. Bei einem normalen Hovercraft ist dies die sogenannte Schürze, welche das Luftkissen möglichst gut zurückhalten, gleichzeitig aber den Boden nicht berühren soll. Nach einigen Versuchen, eine solche Schürze herzustellen, mussten wir feststellen, dass dies mit einem für uns vertretbaren Aufwand – schließlich sollte das Hovercraft primär als Basis für weitere Tests dienen und könnte bei diesen beschädigt werden – nicht realisierbar ist. Deshalb entschieden wir uns dazu, kein Hovercraft im eigentlichen Sinne, sondern ein sogenanntes Bodeneffektfahrtzeug (wir nennen es trotzdem weiterhin Hovercraft), zu bauen. Es ist also nun keine Schürze mehr nötig, die sich dem Untergrund anpasst, sondern nur eine möglichst steife und absolut ebene Platte. Der Nachteil eines solchen Bodeneffektfahrzeugs ist, dass dieses keine größeren Bodenunebenheiten überwinden kann. Da unser Hovercraft jedoch ohnehin zunächst nicht für unebenes Gelände gedacht war, ist dieser Nachteil für uns nicht entscheidend. Nach dieser Entscheidung testeten wir verschiedene Materialien, wie unter Anderem Pappkarton oder Holz. Diese waren jedoch entweder nicht steif genug, zu uneben in ihrer Oberfläche oder hatten ein sehr hohes Eigengewicht. Zwar wäre das hohe Eigengewicht für uns zu verschmerzen gewesen, da unser Gebläse auch dafür stark genug gewesen wäre, jedoch wollten wir eine möglichst hohe Zuladung – sei es auch in Form von größeren Akkus für eine längere Laufdauer – ermöglichen. Deshalb suchten wir weiter nach einem geeigneteren Material. Letztendlich haben wir ein nahezu ideal geformtes Stück Hartplastik gefunden. Es ist sehr leicht, extrem steif und die aufliegende Fläche ist absolut eben. (…)
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