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MINT-Aktivitäten des LLG
Holiday and Science
Teilnehmerbericht zum Ferienpraktikum Physik 2008
'Exploration im Weltraum'
von Alexander Ziebolz (Stufe 12)
Ach du Schande, was hat mich eigentlich geritten, meine letzte, absolut kostbare Ferienwoche dafür herzugeben, in einem MINT EC Camp rumzuhängen?
Das waren so ziemlich die Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, als ich, nachdem ich fünf Tage mit wenig Schlaf in einem unbequemen Zelt und viel Grillfleisch im Magen verbracht hatte, meine letzte Ferienwoche antrat, die ich, wie schon gesagt, in der MINT-EC Ferienakademie mit dem Thema 'Exploration im Weltraum' verbringen sollte.
Dieser zugegebenermaßen ziemlich idiotische Gedankengang wurde schon in seinen Grundfesten erschüttert, als ich das Gebäude sah, in dem das Ganze stattfinden sollte.
Haus Overbach in Jülich, salesianisches Zentrum, Internat und Gymnasium, ist ein kleines, von einem bewässerten Graben halb umgebenes Landschloss auf dem platten Land, wo herrliche Ruhe herrscht.
Danach ging alles ziemlich schnell: Abendessen und die anderen kennen lernen, Programme erhalten und dann war es auch schon gegen 11 und um 10 mussten wir leider schon leise und auf den Zimmern sein, da die Mönche sich ab dieser Uhrzeit zur Nachtruhe begaben und auch nicht mehr die jüngsten waren.
Der Terminplan war eng, ich werde jetzt kein all zu großen Details nennen, aber wir hatten vier Gastdozenten, von denen einer zwei Mal da war, alles hochkarätige Wissenschaftler, wir erfuhren etwas über Astrophysik, Quantenphysik, Kernphysik, die Entstehung des Lebens auf der Erde, das Zusammenwirken von Bio- und Geosphäre und vieles mehr. Mit den Gastdozenten gab es nach den Vorträgen auch immer noch angeregte Diskussionen, ebenso in der Gruppe, teilweise bis tief in die Nacht und das, obwohl wir am nächsten Tag immer spätestens um 8 Uhr beim Frühstück sein mussten. Der Höhepunkt war hierbei übrigens eine philosophisch/literarisch interpretierende Diskussion über den Film 2001: Odyssee im Weltraum, die sich über 3 1/2 Stunden bis halb 4 Uhr morgens hinzog. Pro Tag hatten wir immer so 2 bis 4 Stunden Freizeit, in denen wir aber auch Vorträge für eine abschließende Präsentation am Freitag vorbereiten mussten. Des weiteren haben wir noch das Werkezugmaschinenlabor der RWTH Aachen besucht, an einer Führung durch den Aachener Dom teilgenommen, das DLR in Köln besucht und zum krönenden Abschluss am Freitag einen Abstecher zum Forschungszentrum Jülich gemacht, wo wir die Atmosphärenkammer, den Supercomputer und Textor, den Kernfusionsversuchsreaktor des FZ Jülichs besuchen druften, wobei uns auch die Funktionsweise von letzterem erklärt wurde.
Alles in allem gesehen war diese Woche geistig genauso anregend, wie auch anstrengend, jeden Tag Gastdozenten, ein Besuch in einem der Institute, Recherche für den eigenen Vortrag und am Ende auch noch die Präsentation des selben. Dazu noch Diskussionen in der Gruppe, nicht nur über das Erlebte und Gehörte, sondern auch über literarische, musische und philosophische Themen. Es mag jetzt komisch klingen, aber es war - wenn ich werten sollte - eine der besten, wenn nicht gar die beste Ferienwoche, die ich hatte. 'Warum?' werden sich nun viele fragen.
Die Antwort ist einfach: die Themen waren interessant und insgesamt konnte man einen Einblick in das gewinnen, was mich für die Zukunft interessiert, nämlich Forschung. Außerdem war es ein relativ anstrengender Hirnsport und die Sportler werden mir zustimmen wenn ich sage, ein Sport, um mal bei der Metapher zu bleiben, bei dem ich nicht gefordert werde ist langweilig. Aber so hatte ich in der letzten Woche meiner Ferien geistige Anstrengung zwar, aber auf einem interessanten Gebiet und gleichzeitig auch die Befriedigung etwas gemacht zu haben, das Gehalt hatte und halt nicht meine ganzen Ferien nur auf der faulen Haut gelegen zu haben.
Interessante Links:
[Informations-Flyer]
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